Windows 7 – lange drauf gewartet, endlich gut
Mehr als einmal ist es den Entwicklern von Mircrosoft gelungen, wirklich erfolgreiche Betriebssysteme herauszubringen. Windows 2000 ist so ein Beispiel und Windows XP ebenso. Danach folgten lange Jahre der Entwicklung und der Gerüchte, bis endlich Vista auf den Markt kam und praktisch sofort wieder verschwand, um dem Nachfolger Windows 7 Platz zu machen.
Vista war insofern unumgänglich, als eine breite Publikumsmeinung vonnöten war, um eine finale Verbesserung zu erreichen. Das scheint mit Windows 7 gelungen zu sein. Auch ist nicht jede Anwendungsmöglichkeit im Labor zu simulieren, da helfen weltweit mehrere Millionen Benutzer gut auf dem Weg in die richtige Richtung. All diese Erkenntnisse fließen in Windows 7 ein.
Neben der veränderten Erscheinung im Vergleich zu XP, wurden grundlegende Erweiterungen eingeführt. Das Startmenü wurde um den Ordner „Bibliotheken“ bereichert, der alle Mediendateien in einem virtuellen Ordner zusammenfasst. Alle im Netzwerk beteiligten Rechner werden eingebunden. Bekannte Features wurden umbenannt: So heißt der Arbeitsplatz nun „Computer“. Nicht jede Veränderung erschließt sich dem User.
Dem Sicherheitscenter erging es ebenso: Es heißt jetzt „Wartungscenter“. Hier ist nicht nur der Name neu, es wurde auch umgestaltet und erlaubt es, den Virenscanner und die Firewall zu überwachen sowie Systemsicherungen neu anzulegen. Wenig Veränderungen zum Vorgänger Vista haben die Benutzerkonten unter Windows 7 erfahren. Schon vorher war das neue Sicherheitskonzept fragwürdig, da alle Benutzer über Administratorenrechte verfügen. Diese können zwar entzogen werden, doch führen häufige Nachfragen des Programms nicht zu einem störungsfreien Arbeiten unter Windows 7.
Der Barrierefreiheit wurde bereits in den Vorgängerversionen Aufmerksamkeit geschenkt und unter Windows 7 noch einmal verbessert. Neu sind die Bildschirmtastatur und die Optionen zur erleichterten Kontraststeuerung für Sehbehinderte. Bildschirmlupe, Sprachsteuerung und ein Braille-Gerät als Eingabegerät erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Umgang mit dem Rechner.
Die vielleicht weitreichendste Erweiterung erfuhr das Media Center. Windows 7 enthält weit mehr Codecs, als alle seine Vorgänger und es entfällt die nachträgliche Installation. Sicher wird das auch zur häufigeren Verwendung des Mediaplayers führen, satt auf Alternativen auszuweichen, die über die bis dahin fehlenden Codecs verfügen.
Windows 7 liegt in unterschiedlichen Editionen vor. Als Systemanforderung nennt Microsoft für die 32-Bit-Version einen 1-GHz-32-Bit-Prozessor, einen Arbeitsspeicher von 1 GB, einen DirectX-9-Grafik-Prozessor mit WDDM 1.0 (Windows Display Driver Modul) sowie freien Speicherplatz auf der Festplatte von mindestens 16 GB. Für die 64-Bit-Version sind die Anforderungen vergleichbar: Es sollten lediglich 20 GB auf der Festplatte für das Betriebssystem vorgesehen werden, natürlich muss ein 64-Bit-Prozessor mit 1 GHz vorhanden sein und der Arbeitsspeicher sollte 2 GB anbieten.
Sind die Voraussetzungen vorhanden, kann sich der User entscheiden zwischen drei grundlegenden Editionen: der Home Premium-Version, der Professional-Version und der Ultimate-Version. Nicht nur im Leistungsumfang, sondern auch preislich gestaffelt, versteht sich. Umsteiger von Vista oder XP können nach der Installation der Starterversion, die über einen sehr eingeschränkten Funktionsumfang verfügt, eine Upgrade-Version erwerben. Das ermöglicht den Verzicht auf eine vollständige Neuinstallation für Vista-Benutzer. Der XP-User kommt um eine Neuinstallation nicht herum. Wer nicht mit der OEM-Version „Starter“ beginnen will oder kann, der erhält auch eine Vollversion. In dem Fall zählt noch ein optisches Laufwerk zu den Systemanforderungen.